Kirchentag in Kronstadt – MIT VIDEOS!

Kirchentag in Kronstadt – MIT VIDEOS!

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Text: Tamás Fabiny, video: András Timótheus Győri
Kronstadt – Nach zwanzig Jahren wurde in Siebenbürgen wieder Kirchentag gehalten. Gastgeber war die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien mit dem Zentrum Hermannstadt (Sibiu/Nagyszeben), doch in die organisatorischen Aufgaben wurde auch die ungarischsprachige evangelisch-lutherische Kirche in Rumänien miteinbezogen. Der Eröffnungsgottesdienst wurde am 29. September 2017 in Kronstadt in der berühmten Schwarzen Kirche gehalten. Die Sprache des Gottesdienstes war deutsch, doch sowohl für ungarisches als auch rumänisches Synchrondolmetschen wurde gesorgt.

Die mehreren Nationen angehörenden Schwestern und Brüder haben die sich in Europa am östlichsten befindliche gotische Kirche  vollständig gefüllt. Die vier kurzen Predigte des Gottesdienstes haben die vier Epochen des Evangelisch-Lutherischen Gemeindelebens in Transsylvanien in Erinnerung gerufen, angefangen vom Reformator Honterus, hindurch die entstandene Situation nach dem großen Brand in Kronstadt, bis zu den  Zeiten des Liberalismus, Pietismus, wie den großen Fragen des 20-21. Jahrhunderts. Die letzteren können durch die Begriffe wie Auswanderung, abnehmende Einwohnerzahl, Diasporasituation und neuer Anfang beschrieben werden. Die erste Predigt wurde von Pfarrerin Enikő Koszta aus Kronstadt gehalten. Am Kirchentag haben Vertreterinnen und Vertreter etlicher Partnerkirchen von der ganzen Welt teilgenommen.

Jegliche ausgesprochen ungarische Programme erwarteten die Gäste auf dem Kirchentag in Kronstadt. Am Freitag gab es Gottesdienst für Jugendliche in der Kronstadter evangelisch-lutherischen Kirche und am Samstagmorgen hielt Eszter Kalit, Doktorandin der Theologie die Bibelstunde. Am Tag dann wurden durch Pfarrerin Adél Nagy die Kinder interaktiv beschäftigt. 

Mit dem Titel In den Fußstapfen von Honterus gab es auch eine thematische Stadtbesichtigung im Angebot. Sie führte durch die in den letzten Jahren renovierte Innenstadt von Kronstadt. Die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften die besondere Frömmigkeit und Kultur kennenlernen, die Jahrhunderte lang von den Lutheranern in Siebenbürgen vertreten wurden. 

Auf dem Kirchentag in Kronstadt wurden sämtliche Podiumsgespräche geführt. In dem neben der Schwarzen Kirche aufgestellten riesigen Zelt wurde das Tafelgespräch „Lutheraner im Herzen, Worten und Taten“ vom großen Interesse begleitet. Teilgenommen haben daran: Stefan Tobler Professor der Theologie in Hermanstadt, Dian Muresan Pharmazeutin, die vor zwanzig Jahren noch der Orthodoxen Kirche angehörte und dann zum Lutheraner wurde, Nikolaus Schneider Leiter der Kirche, ehemaliger Präsident der EKD, sowie Zsolt Géczi, Abgeordneter der Verwaltung von Négyfalu, Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirche. 

Am Samstagabend erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kirchentages eine musikalische Köstlichkeit.  In der Kronstadter Schwarzen Kirche wurde das zu diesem Anlass komponierte Credo in unum Deum, sogenannte Kronstadter Messe uraufgeführt. Dieses grandiose Stück wurde vom Kronstadter Bach-Chor, den kirchlichen Chören aus Transsylvanien und einem Kammerchor aus Csíkszereda vorgetragen. Chorleiter war Herr Steffen Schlandt. Die Kronstadter Messe ist ein gemeinsames Werk evangelisch-lutherischer, katholischer und orthodoxer Komponisten in dem Transsylvaniens religiöse und auch sprachliche Vielfalt zum Ausdruck kommt. Das Konzert wurde im gottesdienstlichen Rahmen gegeben, der vom Bischof Guib aus der Evangelischen Kirche A.B. und Pfarrerin Enikő Koszta aus Kronstadt gehalten wurde.

Am Sonntag, dem 1. Oktober haben etliche Gäste aus dem Ausland in den evangelisch-lutherischen Kirchen von Kronstadt und Umgebung Dienst getan.  Tamás Fabiny, Bischof der Norddiözese hat in der achthundert Jahre alten Burgkirche von Zeiden (Feketehalom) eine festliche Predigt gehalten. Am Gottesdienst haben der örtliche Pfarrer Herr Andreas Hartig  sowie der deutschsprachige evangelisch-lutherische Gemeindechor aus Kronstadt teilgenommen, bzw. mitgewirkt.

Am Nachmittag des Abschlusstages wurde den Gästen ein Programm in der Kirche Bartholomae in Kronstadt organisiert. Unter anderem trug man hier auch ein Stück über das Leben von Johann Honterus vor.

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