Die sieben Zeichen der Auferstehung

Die sieben Zeichen der Auferstehung

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Quelle: Evangélikus Élet, Deutsche Anlage, Text: MIchael Heinrichs
Wir feiern in unserer kleinen Wandorfer Gemeinde jedes Jahr englischsprachige Ostergottesdienste, denn in Sopron gibt es viele Menschen mit ausländischen Hintergrund, Studenten, Austauschschüler, mit Ungarn Verbundene und viele andere, die oft ein Stück Zuhause suchen, besonders an den großen Festen - oder für die Englisch die leichtere Sprache darstellt.

Als ich wieder einen solchen Gottesdienst vorbereitete, stieß ich in einer amerikanischen Agende auf ein Osterritual mit "sieben Zeichen der Auferstehung", die nacheinander vor dem Altar abgelegt werden: das Grabtuch, das Salböl (Parfüm), der Stein, das Kreuz, die Kerze, das Brot und der Wein. Jedes dieser Zeichen steht für einen Aspekt, der mit der Auferstehung zu tun hat und sie uns bildlich vor Augen ruft. Ich muss sagen, dass ich gleich im ersten Moment wusste, dass das richtige sein würde für unseren Gottesdienst. Schließlich kommen ja nicht nur "native speakers" zu unseren Gottesdiensten, sondern auch Einheimische, die mehr oder weniger gut Englisch sprechen. Das weiße Tuch erinnert an das Grabtuch, mit dem Jesu Leib bedeckt war. Am Ostermorgen wurde es leer gefunden wie das Grab, in dem Jesus gelegen hatte. Das Salböl erinnert uns daran, dass am frühen Ostermorgen Frauen zum Grab Jesu kamen, um seinen Leichnam für die Beerdigung vorzubereiten. Diese Frauen waren die ersten, die von Jesu Auferstehung erfuhren. Ein Stein erinnert uns daran, dass am Ostermorgen der Stein vom Grab weggerollt war. Das Kreuz erinnert uns an unsere Toten, die Jesus an seinem Kreuz erlöst hat. Die Kerze steht dafür, dass Christus das Licht der Welt ist. Das Brot erinnert uns daran, wie am Abend von Ostern zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus waren. Jesus war mit ihnen, aber sie erkannten ihn erst, als er das Brot mit ihnen brach. Der Wein schließlich erinnert uns an Jesu Blut, das er für uns vergossen hat. Alle diese Symbole versinnbildlichen die Erfahrung, die Menschen mit der Auferstehung gemacht haben - beweisen können sie natürlich nichts. Keines dieser Zeichen allein kann einen schlüssigen Beweis dafür geben, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist, falls man einen solchen sucht. Sie wollen es auch nicht. Aber gemeinsam sprechen sie davon, dass sich in der Welt mit Ostern etwas verändert hat, dass Türen geöffnet und Stricke zerrissen wurden, dass das Leben immer wieder eine neue Chance bekommt. Es gibt natürlich noch mehr solcher Zeichen. Ich meinen damit nicht, dass man auch andere bedeutsame und einleuchtende Dinge vor den Altar legen kann (Blumen, Bibel, Nägel) - sondern daß es vielleicht auch in unserem eigenen Leben solche Zeichen der Auferstehung gibt, die uns Hoffnung geben können. Vielleicht haben wir ja auch erlebt, wie verschlossen geglaubte Türen sich plötzlich öffneten oder Stricke, die uns fesselten, zerrissen. Vielleicht könnten wir anderen Menschen davon erzählen und ihnen so neuen Mut machen für ihren Weg. Ostern, das Fest des Lebens, wäre eine Gelegenheit, darüber nachzudenken. Wir haben diese Zeichen der Auferstehung übrigens nicht nur im englischen Gottesdienst verwendet, und ich glaube, dass viele Menschen, große und kleine, auf diese Weise etwas für sich mitnehmen konnten für die Tage nach dem Osterfest. 

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